Die Generaldirektion für Verkehr (DGT) verwaltet alle Verkehrsverstöße, die im spanischen Netz begangen werden, einschließlich derjenigen, die Fahrzeuge betreffen, die im Ausland registriert sind. Eine DGT-Strafe aus Frankreich zu bezahlen, setzt voraus, drei Elemente zu verstehen: das verwendete Portal, die erforderlichen Informationen und die Frist, die eine Reduzierung des Betrags beeinflusst.
Elektronisches DGT-Sekretariat: das Zahlungsportal ohne digitale Zertifikate
Die offizielle Website der DGT bietet ein Verfahren zur Zahlung ohne digitale Zertifikate oder spanische elektronische Identitätskarte an. Dieser Punkt ist entscheidend für französische Fahrer, die in der Regel nicht über diese spanischen digitalen Identifikatoren verfügen.
Um auf das Zahlungsformular zuzugreifen, genügen drei Daten: die Aktennummer (expediente), das Datum des Bußgeldes und der Gesamtbetrag. Diese Informationen sind in der per Post oder elektronisch erhaltenen Benachrichtigung enthalten.
Das Portal akzeptiert Zahlungen per Kreditkarte. Die Cookies des Browsers müssen aktiviert sein, und die DGT gibt an, dass das System auf Chrome, Internet Explorer 11 oder höher und Firefox 48 oder höher funktioniert. Das Verfahren ist responsiv: Es passt sich an die Bildschirme von Telefonen und Tablets an.
Ein detaillierter Leitfaden erklärt wie man eine DGT-Strafe in Spanien online bezahlt, indem er jeden Schritt des Formulars beschreibt, von der Identifizierung des Zahlers bis zur Bankbestätigung.
Der Zahler kann eine andere Person als der Inhaber des Bußgeldes sein. Das elektronische Sekretariat verlangt dann die separate Identifizierung des Zahlers (Name, Vorname, Ausweisdokument) zu Nachverfolgbarkeitszwecken.

miDGT-App und Zahlung über Bizum: eine mobile Alternative
Frankophone Inhalte erwähnen die offizielle mobile App miDGT selten als Kanal zur Begleichung von Bußgeldern. Laut dem Anwendungsblatt der App im Google Play Store (aktualisiert im Mai 2026) ermöglicht miDGT die Zahlung von Sanktionen direkt über ein Smartphone.
Die App bietet zwei Zahlungsmethoden an:
- Die Kreditkarte, wie auf dem klassischen Webportal.
- Bizum, ein in Spanien weit verbreiteter mobiler Zahlungsdienst, der mit dem Bankkonto des Nutzers verknüpft ist. Dieser Kanal kann den Vorgang für Bewohner oder Inhaber eines Kontos bei einer spanischen Bank vereinfachen.
Für einen französischen Fahrer auf Durchreise ist Bizum nur nützlich, wenn er über ein kompatibles Bankkonto verfügt. Die Kreditkarte bleibt das universellste Zahlungsmittel.
Die miDGT-App ermöglicht es auch, den Status seiner Bußgelder einzusehen, was es vermeidet, ausschließlich auf den manchmal langsamen Postversand nach Frankreich angewiesen zu sein.
50 % Reduzierung: Zahlungsfrist und berechtigte Verstöße
Der Mechanismus des pronto pago gewährt eine Reduzierung von 50 % auf den Betrag des Bußgeldes, wenn die Zahlung innerhalb von zwanzig Tagen nach der Benachrichtigung erfolgt. Diese Frist beginnt ab dem Datum des Erhalts der Benachrichtigung, nicht ab dem Datum des Verstoßes.
Diese Reduzierung gilt für die große Mehrheit der Verstöße, einschließlich einiger, die als schwerwiegend angesehen werden: Nutzung des Telefons am Steuer, Anschnallpflicht, Alkohol am Steuer in bestimmten Fällen. Die Ausnahmen sind spezifisch und begrenzt.
Die Annahme des pronto pago bedeutet, auf die Anfechtung des Bußgeldes zu verzichten. Es ist eine Entscheidung, die vor der Zahlung getroffen werden muss: Die Zahlung mit Reduzierung gilt als endgültige Akzeptanz der Sanktion.
Für französische Fahrer kann die Frist von zwanzig Tagen problematisch sein. Die Benachrichtigung per internationaler Post benötigt manchmal mehrere Wochen, um anzukommen. Regelmäßige Konsultationen des DGT-Portals oder der miDGT-App ermöglichen es, ein Bußgeld zu erkennen, bevor die Frist abläuft.

Nichtzahlung eines DGT-Bußgeldes: Übermittlung an die Agencia Tributaria
Ein spanisches Bußgeld zu ignorieren, lässt es nicht verschwinden. Nach Ablauf der Fristen wird die Akte an die Agencia Tributaria, die spanische Steuerbehörde, übermittelt, die einen Zuschlag von 20 % auf den ursprünglichen Betrag erhebt.
Die europäische Zusammenarbeit im Bereich Verkehrsverstöße ermöglicht es den spanischen Behörden, den Inhaber eines in Frankreich registrierten Fahrzeugs zu identifizieren. Inkassobüros können auch im Wohnsitzland des Fahrers tätig werden.
Die praktischen Konsequenzen für einen französischen Fahrer sind wie folgt:
- Keine Punkteabzüge auf dem französischen Führerschein, da die Punktesysteme zwischen den beiden Ländern nicht miteinander verbunden sind.
- Eine mögliche Fahrverbot auf dem spanischen Territorium im Falle von Wiederholungstätern oder längerer Nichtzahlung.
- Ein Risiko der Pfändung bei einem nächsten Aufenthalt in Spanien, wenn die Schuld bei der Agencia Tributaria offen bleibt.
Die schnelle Online-Zahlung, sei es über das elektronische Sekretariat oder die miDGT-App, bleibt das zuverlässigste Mittel, um diese Komplikationen zu vermeiden. Das Verfahren dauert mit den richtigen Informationen vor Augen: Aktennummer, Datum und Betrag nur wenige Minuten.
Ein letzter Punkt, der selten hervorgehoben wird: Die Sprache des DGT-Portals kann auf Französisch umgeschaltet werden auf bestimmten Hilfeseiten, was das Verständnis der Schritte für Nicht-Spanischsprachige erleichtert.



